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Hochsensibel, Teil 1

Auch die Zarten kommen in den Garten

Schätzungen zu Folge ist es in einer Gruppe von 6 Menschen es sehr wahrscheinlich, dass eine hochsensible Person dabei ist. Elaine Aron nennt deren besondere Eigenschaft Sensory Processing Sensitivity = SPS (höhere sensorische Verarbeitungssensitivität).

 

Eine Person mit SPS unterscheidet sich dabei von Personen mit 'normaler' Sensitivität in der Art, wie sie Reize bzw. Informationen der Außen- und Innenwelt aufnimmt und anschließend verarbeitet. Vereinfacht und kurz ausgedrückt: sie nimmt besonders viel wahr und verarbeitet es dann tiefer. 🌱

 

Vor diesem Hintergrund mag es vielleicht gar nicht so verwundern, wenn Menschen mit dieser Eigenschaft scheinbar 'schneller' überstimuliert sind als jene ohne: Die Konzentrationsfähigkeit beim Lesen im Zug lässt nach einigen Seiten nach, am Weihnachtsmarkt tauchen nervige Unwohlseingefühle auf und im Einkaufszentrum wird ein Fluchtimpuls laut, der zunächst schwer zuordenbar scheint.🌱

 

Häufig vergehen viele Jahre des im günstigeren Fall Wunderns über oder oft auch Haderns mit sich selbst, bis HSP (so werden Hochsensible auch oft genannt) von diesem Phänomen erfahren.🌱

 

'Behandlungsbedarf' besteht jedenfalls nicht (allerdings gibt es das eine oder andere Falltürchen, darüber werden wir noch berichten...), denn es handelt sich schlicht um ein 'So-Sein', mit dem wir sehr gut lernen können, umzugehen.🌱

 

Erleichterung finden vielen Menschen mit SPS, sobald sie sich näher damit befassen und sich in den Beschreibungen wiederfinden.🌱

 

Denn:

➡️ es gibt dich deutlich mehr, die "so" sind,

 

➡️ sie sind weder krank noch verrückt noch "zu sensibel" und...

 

➡️ sie haben einen Ferrari im Kopf, mit dem man auch sehr gut lernen kann zu fahren - und dann mega viel Spaß daran hat (if you need help, just tell me...).

 

Und so oder so: Auch die Zarten 🌱kommen in den Garten.

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