Erinnerung für müde Held*innen

Krisengebeutelt?

Wem nahegeht, was rundherum so passiert, könnte manchmal schon ins Schwitzen kommen. Da gibt es Bilder oder Berichte von globalen und persönlichen Krisen, die - auch wenn man selbst nicht unmittelbar betroffen ist - ziemlich betroffen machen.

Krisen lassen viele von uns manchmal sprachlos und mit dem Eindruck zurück, nichts machen zu können, den Umständen oder der Situation hilflos ausgeliefert zu sein. Vielleicht haben wir das Bedürfnis, etwas daran zu verändern, schätzen unsere eigenen Möglichkeiten aber als relativ gering ein. Wir halten uns für zu klein, zu unbedeutend, zu allein - und was sollen wir schon ausrichten?

Das Doofe an der Krise

Dieser Gedanke - ich kann eh nix tun - kann uns dazu verführen, wegzuschauen. Und darin liegt wohl auch eine der Gefahren einer Krise (privat oder global spielt dabei keine Rolle): Wir nehmen uns nach Möglichkeit aus der Situation. Wegschauen, Ignorieren, Beschwichtigen, Verleugnen - wer kann, weicht dem Unangenehmen mit samt seinen lästigen Folgen aus.

 

Das ist im Grunde auch recht verständlich, denn wozu sollen wir uns alldem aussetzen, wenn wir nichts dagegen unternehmen können? Schließlich können wir dem Kollegen die Frau nicht zurückbringen, der Freundin den guten Job, dem Bekannten die Gesundheit, allen Familien eine Heimat, den Bäur*innen die Ernte, uns allen eine intakte Umwelt. Wir können weder dafür sorgen, dass es keinen Krieg mehr gibt, noch, dass niemand Hunger hat. Wir können uns nicht um alle Meere und Wälder kümmern, nicht um die saubere Luft, nicht um alle Tiere und schon gar nicht um alle Menschen auf der Welt.

Und selbst wenn es super hilfreich wäre, es werden wohl kaum alle Menschen innerhalb der nächsten Wochen zum weitestmöglichen Erhalt der Ressourcen und des Wohlbefindes auf pflanzliche Ernährung umstellen, das Auto stehen lassen, Bäume pflanzen, ein Kind adoptieren, einen Brunnen in Afrika bauen, mit dem Zug verreisen, jeden Freitag für den Klimaschutz protestieren, Bewegung in ihr Leben integrieren, mitfühlend zu ihren Mitmenschen sein und auch nach 3 Monaten noch neben dem Freund sitzen, der trauert, und das Schweigen aushalten. Oder doch?

Hier bin ich

Wir könnten uns aber jederzeit dafür entscheiden, uns nicht lähmen zu lassen vor lauter Angst oder Trauer oder Schmerz. Wir könnten hinschauen, offen und mit aller Angst oder Trauer oder Ungewissheit oder Schmerz darauf warten, bis wir wieder klar sehen. Das geht meistens sehr schnell, wenn diese Entscheidung mal getroffen ist.

 

Zwar wird sich die Krise deswegen wahrscheinlich nicht verziehen, aber es könnte sich, wenn wir ganz genau hinhören, etwas in uns melden. Nämlich jener Aspekt des Augenblicks, der sich neben die Gefahr in der Krise hinstellt, ihr die Hand auf die Schulter legt und sagt: "Hier bin ich. Ich bin eine Chance." Und dann liegt es ganz an uns selbst, ob wir sie entdecken und leben wollen und wie - oder auch nicht.

...und wer es lieber in 45 Sekunden hört:

💛


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